Serfauser Dorfbahn
Die kleinste unterirdische Luftkissenbahn (U-Bahn) der Welt verkehrt in Serfaus - einem kleinen Ort in den Tiroler Bergen.

Serfaus hat schon früh in den 70-er Jahren erkannt, dass sich aufgrund seiner verkehrstechnischen Lage die Möglichkeit ergibt, den Ort weitgehend verkehrsfrei zu halten. Dies deshalb, weil die Landesstraße aus Ried hier endet und es daher keinen Durchzugsverkehr wie in anderen Orten gibt. Nach Errichtung eines großen Parkplatzes am Ortsbeginn wurde ein allgemeines Fahrverbot für Serfaus beschlossen. Diese Maßnahme prägte jahrelang das Image von Serfaus, ruhig und erholsam zu sein. Um nun die Schifahrer einerseits vom Parkplatz, andererseits vom Ortszentrum zu den Seilbahnen zu bringen, wurde ein Omnibuspendelverkehr eingerichtet. Anfänglich bewährte sich diese Maßnahme recht gut, doch mit Zunahme der Gästezahl wurde der steigende Busverkehr unerträglich.
Aus diesem Grund beschloss der Gemeinderat von Serfaus im Frühjahr 1983 nach neuen Transportlösungen zu suchen. Nach umfangreichen und intensiven Untersuchungen konnte wohl die damals revolutionärste Lösung gefunden werden: Eine Luftkissenseilbahn, welche unter der Dorfstraße in einem Tunnel verkehrt.
Die Serfauser Dorfbahn wird auf der gesamten Stecke eingleisig geführt und der Betrieb erfolgt vollautomatisch. Um den vollautomatischen Betrieb gewährleisten zu können, ist der Tunnel durch eine Wand von den Bahnsteigen getrennt. In diesen Trennwänden sind Schiebetüren installiert.
Die Vorzüge dieses für Europa völlig neuartigen Transportsystems sind folgende:
Die Unterflurlegung der Luftkissenbahn wurde aus Gründen der Erhaltung des Ortsbildes, des Umweltschutzes, der Unabhängigkeit von Witterungsbedingungen sowie als Folge der beengten Platzverhältnisse als einzig mögliche Bauweise von allen Beteiligten befürwortet.
Technische Details der Dorfbahn Serfaus
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